Warum Somatisches Yoga?

“"A Yoga posture can be simply a mechanical action, an exercise.
That’s fine if that is what you want.


Is that what you want?

If you desire more, then begin not by diligently forcing yourself into forms,
But let them emerge from you. It’s not about how your posture, asana, form looks.
It’s about how integrated and comfortable you are in your own body.”

Bonnie Bainbridge Cohen

“Es geht nicht darum, Menschen dazu zu bringen, sich besser zu fühlen.
Es geht darum, sie zu lehren, besser zu fühlen.”

Gabor Mate

Der Weisheit des Körpers lauschen

Die beiden Zitate bringen für mich sehr schön auf den Punkt, worum es im somatischen Yoga geht. Es geht nicht darum, eine Haltung möglichst perfekt auszuführen oder den Körper in eine bestimmte Form zu bringen.
Es geht darum, wieder zu lernen, wahrzunehmen.

Wie fühlt sich eine Bewegung von innen an? Was verändert sich, wenn ich weniger tue und mehr spüre? Wo beginnt eine Bewegung und wie setzt sie sich durch meinen Körper fort?

Somatisches Yoga lädt dazu ein, den Körper nicht länger als etwas zu betrachten, das funktionieren oder leisten muss, sondern als einen Ort der Erfahrung.
Einen Ort, der bereits vieles weiß wenn wir bereit sind, ihm zuzuhören.

Wenn Wahrnehmung zum Kompass wird

Kimberly Ann Johnson beschreibt in Call of the Wild, wie grundlegend die Verbindung zum eigenen Körper für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist. Wenn wir lernen, unsere Empfindungen wahrzunehmen, erkennen wir Anspannung, Erschöpfung oder Überforderung oft früher bevor sie sich festsetzen.

Mit der Zeit entsteht etwas, das weit über die Yogamatte hinausgeht: Wir beginnen, Entscheidungen nicht nur aus dem Verstand, sondern auch aus dem Körper heraus zu treffen. Wir entdecken Ressourcen, die uns in herausfordernden Zeiten tragen, und entwickeln ein feineres Gespür dafür, was uns wirklich guttut.

Wenn wir beginnen zu lauschen

Für viele Menschen kann somatisches Yoga am Anfang ungewohnt oder sogar herausfordernd sein. Denn wir sind es oft gewohnt, Ziele zu verfolgen, Fortschritte zu messen und uns an äußeren Formen zu orientieren.

Einfach wahrzunehmen, langsamer zu werden und einer eigenen inneren Erfahrung zu folgen, kann sich zunächst fremd anfühlen.

Doch genau in diesem Raum liegt eine große Möglichkeit. Wenn wir neugierig werden und auch dem Widerstand begegnen, darf etwas Neues entstehen. Eine tiefere Verbindung zu uns selbst, mehr Vertrauen in den eigenen Körper und ein Gefühl von mehr Freiheit in der Bewegung.

Vielleicht beginnt die Reise nicht damit, unseren Körper zu verändern sondern damit, ihn wirklich kennenzulernen.

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Warum die Verbindung zu deinem Körper so wichtig ist